Fortsezung von der Startseite
Die Fledermäuse und ihre Traummaschine
Nun wird es fantasievoll. Wer wohnt denn im Königreich Sorgenfrei? Es ist eine Gegend mit märchenhaftem Eigenleben! Es ist eine Mischung aus Realität und Wunsch und ein Funken Märchen ist auch dabei.
Die Fledermäuse, ihr Wohnort befindet sich am Boulevard der Träume.
Sie sind nachtaktiv und bringen Träume zu Menschen und Tieren. In dem Bunker ist es natürlich dunkel und so kann man ihre Arbeit an den Traummaschinen nicht beobachten.
Macht ein Mensch Licht an und will sie beobachten, sind sie natürlich clever und hängen gelangweilt an der Decke herum. Sie wollen ihr Geheimnis nicht verraten.
Obwohl, ich würde ja schon gerne mal so eine Traummaschine sehen und wissen, wie sie funktioniert. Kann man da vielleicht Bestellungen bei den Fledermäusen aufgeben? Ich hätte gerne diesen Traum und den anderen nicht mehr…
Bäume können sprechen
Schon auf dem Weg ins Königreich Sorgenfrei wächst die Vorfreude.
Es ist die Aussicht auf eine schöne Zeit
Mit jedem Schritt bleiben Probleme und Sorgen zurück.
Mit jedem Schritt wächst Zuversicht und Sorglosigkeit.
Mit jedem Kilometer werde ich frischer, statt müder.
Mit jedem Kilometer fällt die angesammelte Last von mir ab und die Schritte fallen immer leichter.
Wenn die Last von einem fällt, dann richtet sich der Körper auf.
Der Kopf hebt sich und die Augen schauen zum Horizont.
Das Wetter spielt keine Rolle. Im Winter ist die Landschaft vom Frost eingezuckert.
Bei Windstille sind Bäume stumm. Sie beobachten!
Vermutlich unterhalten sie sich still.
Bei Wind sprechen sie zu uns und wir hören ihre Sprache.
Sie können sanft und zutraulich wispern.
Sie können auch bedrohlich rauschen und zusätzlich mit ihren Ästen drohend knarren.
Bäume unterhalten sich in einem Dialekt, der zwar schwer, aber zu verstehen ist.
Die Wächter und die Schrift an Bäumen
Bäume sind Wächter. Sie bewachen und schützen das sorgenfreie Königreich. Mit starken Wurzeln sind sie im Boden fest verankert. Doch signalisieren einige Wurzeln, schau, das sind meine starken Füße, ich könnte mich fortbewegen und meine Äste können Dich schlagen.
Also, benimm Dich hier!
Im Laufe der vielen Jahre hat die Natur Symbole in Baumrinden gezeichnet. Es gibt Gesichter, Augen und Zeichen und Schriften. Man kann es sehen und erkennen.
Es kann natürlich auch Zufall und ohne Bedeutung sein...
Oder einfach die Fesseln vom bisherigen Denken abstreifen und die Fantasie aus dem kleinen Kopfgefängnis befreien.
Die winzigen Schönheiten
Neben den großen Bäumen, den Wächtern, gibt es auch winzige Schönheiten.
Kleine, zarte Blümchen am Wegesrand.
Stolz zeigen sie ihre kleine Pracht, ihre Farben und Blüten.








Die Sinne verändern sich. Das Schöne wird sichtbar und klarer. Je öfter ich hier war, umso leichter fiel es mir.
Im Laufe der Schritte fällt der Gedankenmüll aus dem Kopf.
Zum Glück hinterlässt dieser Müll keine sichtbare Umweltverschmutzung



Wie schlimm würden Waldwege aussehen, wenn Gedankenmüll sichtbar herumliegen würde?
Die Natur absorbiert den Gedankenmüll!
Der Beobachter-Ein Zeitreisender
Trotz der ruhigen Umgebung fühlte ich mich oft beobachtet. An mehreren Stellen sind mir zwei Augen aufgefallen.
Sie beobachten die Umgebung, blinzeln nicht und bewegen sich nicht. Ich näherte mich diesen Augen und erkannte eine Figur aus Holz. Scheinbar ohne Leben.
Ganz schön clever, diese Tarnung, dachte ich mir. Wer würde hinter einer harmlos aussehenden Holzfigur etwas Besonderes vermuten? Hier im Königreich Sorgenfrei ist natürlich alles anders.
Es ist ein Zeitreisender.
Er wurde hier abgesetzt, um seine Umgebung zu beobachten und aufzuzeichnen. So eine art Alexa aus der Zukunft. Dieser Zeitreisende hat aber nicht mit den anderen Bewohnern im Königreich Sorgenfrei gerechnet. Fledermäuse, die in der Nacht unterwegs sind, um die Träume zu verteilen. Eselsohren, die sehr gut hören können, und die Hasen, die alle Neuigkeiten blitzschnell an alle verteilen.
Geheimnisse bleiben hier selten geheim.
Ich nahm den Zeitreisenden mit nach Hause. Mal sehen, an wen er meine Geschichten so weitergibt….. :
Virus Ferdinand
Neu zugezogen ist Virus Ferdinand. Ferdinand ist für das seelische und geistige Immunsystem zuständig. Außerhalb des Königreich Sorgenfrei bringen Viren ja eher unangenehme Sachen. Erkältung, Fieber, Bauchschmerzen und solche Dinge halt.
Hier ist es natürlich umgekehrt.
Virus Ferdinand bringt und tut nur Gutes. Ein Foto von ihm gibt es nicht. Er ist winzig, clever und versteckt sich hinter Blüten. Einmal habe ich ihn gesehen und an seinem verschmitzten Lächeln erkannt. Schnell habe ich eine einfache Zeichnung gemacht. Leider ist mein Zeichentalent eher schwach ausgeprägt.
Aber, wer die Augen der eigenen Seele öffnet und wenn Virus Ferdinand sich willkommen fühlt, dann wird er sich zeigen. Und wenn man ihn fühlt und spürt, wird ein Lächeln über das eigene Gesicht huschen. Denn dann hat Virus Ferdinand den Besucher vom Königreich Sorgenfrei infiziert :-)..und man kann lächelnd und sorgenfrei weiterwandern…
Der Spezi-Fisch im Luxhohl
Hier lebt ein besonderer Fisch, den es spezifisch nur hier gibt.
Es ist der Spezi-Fisch! Zumindest wurde noch nie an anderer Stelle von ihm berichtet. Er lebt in einem Meer, das nur mit geschlossenen Augen zu erkennen ist. Für uns Menschen ist nur der sichtbare Teil zu erkennen. Luxhohl nennt sich dieser Ort. Zu finden im ehemaligen Munitionsdepot bei Langen.
Dieser kleine Teich ist schnell zu übersehen, denn je nach Jahreszeit ist er umgeben von Schilf und hohem Gras. Aber die Geräusche sind zu hören. Ein Entenpärchen lebt dort friedlich. Sie können sich mit ihrem Nachwuchs wunderbar im hohen Gras verstecken.

Mitunter machen Frösche schwer Rabatz. Sie bekommen natürlich auch die Infos von den Eselsohren und quaken dann den ganzen Tag über diese neuen Themen herum.
Mit ein Grund, warum die Fledermäuse tagsüber schlafen. Das Gequake können sie nicht ertragen.
Welche Aufgabe der Spezi-Fisch hat, ist noch unklar.
Blüte des Lebens
Manchmal machen die Beine Pause, aber die Gedanken wandern weiter. Vielleicht ist es typisch für den Herbst. Die Natur zieht sich zurück. Sie bereitet sich auf den Winter vor. Es gilt, den Winter zu überleben. Auch ich habe mir die Zeit genommen und mich gefragt:
Gehe ich die Wege richtig?
Oder gehe ich die richtigen Wege?



Gestern Morgen bekam ich eine Antwort in Form einer Blüte auf meinem Balkon. Wie aus dem Nichts, über Nacht, strahlte mich eine große blaue Blüte an. Eine einzige!
Sie ist wunderschön. Sie verlangt nichts und fordert nichts ein.
Der schönste Ort der Blüte ist die Mitte. Eine anziehende Glut, zum Blütenstaub hin. Wenn man hineinschaut, ist der Boden, das Ende kaum zu erkennen. Der Blick geht ins Unendliche. Ein winziges Insekt erwischte ich, wie es sich im Blütenstaub wälzte. In einem Feuerwerk der Sinne.



Es ist ein Beispiel dafür, wie das Leben funktioniert. Neues Leben, Zukunft, entsteht im Moment, im Augenblick der Schönheit.
Nicht im Grässlichen und Bösen.



Die Blüte lebte nur einen Tag! Ein ganzes Jahr gewachsen aus einem winzigen Korn, nur um einen Tag zu blühen.
Am nächsten Tag war sie in Rot verblüht.
Aber neue waren da....
Wenn du eine Blume liebst,
lass sie sein.
In der Liebe geht es nicht um Besitz
ENDE